Avalon of Empire

Altdeutsche Schäferhunde

Heute ist mein letzter Milchzahn endlich ausgefallen. Es war der Eckzahn oben links, der hat sich bis jetzt hartnäckig gehalten. Die letzten beiden Backenzähne sind letzte Woche beim Training ausgefallen. So langsam haben mich diese wackeligen Dinger aber auch echt gestört. Man konnte mit ihnen nichts mehr richtig festhalten und dauernd waren sie im Weg. Die neuen Zähen sind zwar auch noch zu klein, um ein Spielzeug richtig festzuhalten, aber die wackeln wenigstens nicht und wachsen bestimmt noch.

Kräftig gewachsen ist auch das Gras auf den Wiesen. An manchen Stellen kann ich kaum noch was sehen und muss immer hoch springen um zu gucken. Nina wirft immer meinen Ball in das hohe Gras. Ich muss ihn dann suchen, dass macht zwar Spaß, ist aber echt anstrengend. In dem hohen Gras wird es immer schwerer den Ball zu finden. Nina meint aber das ist gut, weil ich dann übe meine Nase zu benutzten – ist mir egal warum sie den Ball ins Gras wirft, Hauptsache es macht Spaß.

In den letzten Tagen war es sehr heiß und ich musste nach dem Ball suchen immer was trinken. Im Wald habe ich Bäume entdeckt, in denen extra Wasserstellen für Hunde sind. Na ja, eigentlich musste ich sie nicht entdecken, sondern ich habe nur geschaut, wo die großen Hunde Wasser trinken. Bisher kam ich aber nicht so gut an die Wasserstellen dran, weil ich zu kurze Beine hatte. Jetzt kann ich aber auch in die Bäume klettern, um dort was zu trinken.

In letzter Zeit kriege ich immer Spielanfälle. Dann bin ich total albern und renne wie verrückt durch die Gegend. Wenn ich sie erwische kneife ich Lucy dabei gerne mal in den Hintern. Oft spielt sie dann mit. Nur wenn sie keine Lust hat muss sie erst mal ziemlich böse werden, bis ich das in meiner Aufregung merke. Im Wasser macht das Rennen besonders viel Spaß, da kann ich Lucy dann noch zusätzlich nass spritzen.

Nina findet meine Spielanfälle sehr amüsant, solange ich sie nicht zu hause bekomme und dabei die halbe Wohnung abreiße. Dort verbietet Nina mir das Rennen immer, dann sagt sie dieses blöde Wort „Schluss“. Das heißt, dass ich aufhören muss zu Spielen, ein echt überflüssiges Kommando.

Spielen tue ich auch sehr gerne mit Tessa. Morgens, wenn Nina im Badezimmer ist spielen wir immer zusammen, bis wir spazieren gehen. Draußen hat Tessa aber nur ganz selten Lust mit mir zu Spielen. Heute hatte ich mal wieder Glück.
Seit Tessa geschoren ist sprechen die Leute Nina dauernd an und meinen: „Die ist aber noch jung, oder?“ Nina sagt dann immer: „Nein, sie ist schon 13,5.“ Die Leute sagen dann: „Monate?“ und Nina antwortete wieder: „Nein, Jahre.“ Sehr lustig, wie leicht sich die Menschen von ein paar abgeschnittenen Haaren in die Irre leiten lassen.
Viele nennen Tessa jetzt auch Fuchur, weil sie meinen, dass sie aussieht wie irgendein Fabeltier. Ein gutmütiger Glücksdrache oder so – gutmütig ist sie ja wirklich, aber ein Drache? Also ich finde Tessa spielt ein bisschen mehr, seit das Fell ab ist, aber sonst ist sie wie immer. 

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Los du kurzhaariges Tier.

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Spiel schon mit mir.

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Ich bin jetzt schon so groß, ...

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... aber im Grass verschwinde ich immer noch.

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Ich bin ein Stein. Mich sieht keiner.
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Fuchur sieht mich nicht. Haha.

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Bauchplatscher.

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Los gehts.

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Da kannst du mich anzicken, ...

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... ich mache weiter.

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Geht doch.

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Ich bin ein Blumenkind.








Nina Schirwath & Rüdiger Orth  •  Bergstrasse 14  •  53578 Windhagen-Stockhausen